Rückblick: Ich lebe noch

Mit den Rückblicken möchten wir zeigen, wie der Stein ins Rollen kam. Es handelt sich um den „privaten Newsletter“ von Simon an Familie und Freunde, den er während seiner Zeit in Kenia in unregelmäßigen Abständen aus Kenia verschickte.

„Ich lebe noch“, 08.09.2007

Hallo alle zusammen!

Jetzt sitze ich ca. 1 Stunde im Internetcafe und habe immer noch nicht alle mails gelesen.
DANKE für eure Anteilnahme an meinem Abenteuer.
Nun ist es zwei Wochen her als ich das letzte Mal die Möglichkeit hatte zu schreiben. Es ist viel passiert. Probiere mich kurz zu halten.

Am Dienstag Abend entschloss ich mich endgültig mit ein paar Freunden eine Safari zu starten. Zuerst fuhr ich alleine von Kakrao nach Narok- Abenteuer pur. Dort traf ich meine Freunde, plus Safari Driver Rainos. Anschließend fuhren wir in die Masai Mara. Gleich neben dem National Resort hatten wir unser Zeltdorf. Es wurde von Masais die ganze Zeit bewacht. Am späten Nachmittag machten wir den ersten Gamedrive. Es war unbeschreiblich. Wo hin wir nur schauten sahen wir Wildkühe- ich hoffe das ist die richtige deutsche Bezeichnung- auf Englisch Wildbeast. Nicht umsonst wird die Wanderung dieser Geschöpfe als ein Weltwunder bezeichnet. Wir konnten auch Löwen beobachten, die gerade ihr Abendessen verdauten. Am Donnerstag fuhren wir den ganzen Tag durch den Park. Wir konnten alle großen Tiere sehen. Highlight war das schwarze Nashorn. Der Fahrer selbst, hatte ein solches Geschöpf zuletzt vor 3 Jahren gesehen. Am Freitag Sonnenaufgang im Park- Löwen essen auch zum Frühstück schon rohes Fleisch \gg\. Anschließend Fahrt nach Nakuru. Am Sa Besuch des Nakuru Nat. Park. Dort ist die weltweit größte Flamingopopulation. Ein unfassbares Schauspiel.
Nach dem Mittagessen und einer DUSCHE- Juhuuuuuu
fuhr ich wieder allein nach Hause. Totmüde kam ich um 20.00 daheim an.
Seit Montag bin ich in der Schule tätig. Zuerst war alles sehr unorganisiert. Doch nun habe ich meinen Stundenplan.
Unterrichte
Social Studys- ist ähnlich Geschichte plus Geographie
Deutsch in Oberstufe
Bildnerische Erziehung
Kreatives Lernen
Turnen
evtl. Physik in Oberstufe.

Meine erste Stunde hatte ich am Dienstag- Social Studys über den Akosombo Damm in Ghana |gg| hatte ganz gut geklappt, obwohl ich eine Stunde vor dem Unterricht noch gar nicht wusste daß dieser Damm existiert.
Meine Lehrerkollegen sind ganz nett. Bis auf einen- der bestraft die Kinder mit der Rute. Es ist sehr beschämend. Ich konnte mir daß zuvor nicht vorstellen. Nun muß ich es mitansehen wie Buben und Mädchen (erzogen) werden. Zu mir ist er sehr nett. Ich kann ihm nicht in die Augen schauen,….
Langsam aber sicher kennt mich in der Gegend jeder. Alle wollen mich sehen, bzw. zu sich nach Hause einladen. Dort muß ich dann immer viel essen (Ugali u Sukumaviki-Spinat) und trinken (Chai-Tee mit Milch).
Wenn es so weitergeht, benötige ich ein eigenes Cargoflugzeug um wieder nach Hause zu kommen *gg*.
Danke an alle die mir fleißig schreiben.

Schöne Grüße aus Migori
Simon

PS.: darf nun auch arbeiten. Eines der Bilder entstand heute Morgen beim Pflügen. Die anderen Personen sind mein Gastvater, und zwei Brüder
Die anderen Fotos sind auf Safari entstanden. Kann euch leider nur ein paar Bilder schicken, da das Internet soooo langsam und soooo teuer (im vergleich zu Nairobi) ist.
Hoffe ihr könnt euch trotzdem ein #Bild# machen. +gg+

Keine Kommentare

Leave a comment

WordPress Themes