Wasser ist in Ugari ein kostbares Gut: Im gesamten Dorf gibt es kein fließendes Wasser, und die nächste freizugängliche Wasserquelle ist einen halbstündigen Fußmarsch entfernt. Das benötigte Wasser muss zudem in 20-Liter-Kübeln zu Fuß (meist am Kopf) den Hügel hinauf transportiert werden.
Bereits nach dem ersten Benefizkonzert wurden deshalb unter anderem auch 3 große Wassertanks (2 davon aus Geld vom Benefizkonzert, 1 gesponsert vom SPVGG Pittenhart) mit je 8.000-10.000 Litern Fassungsvermögen angeschafft, um künftig das Regenwasser von den Schuldächern zu sammeln. Mit der Installation dieser Wassertanks, und v.a. der nötigen Dachrinnen und Leitungen, musste allerdings auf die Fertigstellung der neuen Gebäude gewartet werden.

Inzwischen ist die gesamte Wassertank-Anlage installiert und einsatzbereit, und versorgt die Schule nach jedem stärkeren Regenfall mit 28.000 Liter Wasser. Die Schule (derzeit ca. 300 Schüler) verwendet dieses Wasser vor allem zum Kochen und Waschen, und kommt damit ca. 2 Wochen aus.
Zum Vergleich: Ein/e Österreicher/in verbraucht im Durchschnitt täglich ca. 160 Liter Wasser. Für 300 Personen wären das hierzulande also 48.000 Liter pro Tag.
Zwei weitere Tanks sollen demnächst mit “Kinder für Kinder” Spendengeldern angeschafft werden, um die oft sehr intensiven Regenfälle noch besser nutzen zu können.
Nachdem die Spenden vom letzten Benefizkonzert überwiesen wurden und der Kostenvoranschlag von allen Seiten her abgesegnet war, hätte mit dem Bau des Doppelklassenzimmers und der Mädchenunterkunft begonnen werden können – hätten nicht zwei driftige Gründe den Baustart verhindert…
Das Doppelklassenzimmer
Die Schüler/innen der vierten Klassen hatten einige Zeit vorher in Landwirtschaftskunde ein Projekt gestartet. Dazu wurde jedem/r Schüler/in ein Beet, abgezählte Samen Mais und Dünger zur Verfügung gestellt. Aufgabe der Schüler war es, ihr eigenes Beet zu bestellen und einen möglichst hohen Ernteertrag zu erzielen.
Der Bau des Doppelklassenzimmers hätte aber einen Teil der Beete betroffen. Um das Projekt nicht abbrechen zu müssen (und die äußerst hohe Motivation der Schüler/innen nicht zu dämpfen), entschloss man sich, die gesamte Ernte abzuwarten. Der beste “Landwirt” bekam eine Auszeichnung, der geerntete Mais konnte direkt zur Verköstigung der Schüler verwendet werden.
Die Mädchenunterkunft
Zur Zeit wohnen bereits ca. 20 Mädchen und Buben in der Schule, allerdings ist die “Wohnsituation” noch etwas kompliziert: Weiterlesen »
Kurz nach dem 2. Benefizkonzert im Herbst des vergangenen Jahres nahm die “Pionierklasse” der Ugari St. Juliane Secondary School an der staatlichen Matura Kenias teil – ein großer Meilenstein für die Schule.
Ähnlich der österreichischen Zentralmatura werden die Matura-Aufgaben vom Staat gleichzeitig an alle Schulen ausgegeben, um eine möglichst faire und landesweit vergleichbare Abschlussprüfung zu gewährleisten.
Das kenianische Schulnotensystem reicht von A bis E, wobei A die beste Note darstellt.
Die Matura-Noten der SchülerInnen konnten Simon und Philippe (ehem. Wiltener Sängerknabe) bei ihrem Kenia-Aufenthalt am ersten Ergebnis-Tag in Erfahrung bringen. So viel gleich vorweg: Alle anwesenden SchülerInnen bestanden die Matura!

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Simon ist vor kurzem wieder nach Tirol heimgekehrt, und hat viele Erlebnisse und tolle Neuigkeiten mitgebracht.
Näheres werden wir in den kommenden Tagen präsentieren – vorab schon zwei Vorschaubilder: